Read this tool in English: Net Worth Percentile Germany
Wie reich bin ich im Vergleich? Dieses Tool ordnet dein Nettovermögen in die tatsächliche Verteilung der deutschen Haushalte ein, auf Basis der aktuellen Vermögensbefragung der Deutschen Bundesbank (PHF 2023). Eine Zahl eingeben, und du siehst, wie viele Haushalte weniger besitzen als du. Ohne Anmeldung, mit offengelegter Methode.
Was zählt dazu, was nicht?
Dazu zählen: Immobilien, Sparguthaben, Depots, Betriebsvermögen, private Renten- und Lebensversicherungen, abzüglich aller Kredite und Schulden. Nicht mitgezählt werden Hausrat und Ansprüche an die gesetzliche oder betriebliche Rente. So rechnet auch die Bundesbank.
Die Verteilung, die kaum jemand kennt
Die Hälfte aller Haushalte in Deutschland besitzt weniger als 103.200 Euro netto. Der Durchschnitt liegt trotzdem bei 324.800 Euro, mehr als das Dreifache. Diese Schere entsteht, weil sehr große Vermögen den Mittelwert nach oben ziehen. Wer sich mit dem Durchschnitt vergleicht, vergleicht sich in Wahrheit mit den obersten Prozenten.

Richtwerte aus der Befragung
| Nettovermögen | Damit besitzt du mehr als ... |
|---|---|
| 0 Euro | 7,5 % der Haushalte |
| 10.000 Euro | 22,4 % |
| 50.000 Euro | 40,1 % |
| 103.200 Euro (Median) | 50 % |
| 250.000 Euro | 64,1 % |
| 500.000 Euro | 80,9 % |
| 1.000.000 Euro | 92,5 % |
| ab 1.227.900 Euro | oberste 5 % |
Zwischenwerte werden linear zwischen den veröffentlichten Perzentilpunkten interpoliert; die Tabelle nutzt exakt die Rechenlogik des Tools.
So funktioniert die Einordnung
Grundlage ist die Studie "Private Haushalte und ihre Finanzen" (PHF) der Deutschen Bundesbank, Befragungswelle 2023, veröffentlicht im April 2025. Die Bundesbank publiziert Vermögenswerte an elf Perzentilpunkten, vom 5. (minus 800 Euro) bis zum 95. Perzentil (1.227.900 Euro). Dein Wert wird zwischen diesen Punkten linear eingeordnet. Oberhalb des 95. Perzentils schätzen wir nicht weiter, denn dort trägt die Stichprobe keine feineren Aussagen.
Drei Eigenheiten der Daten solltest du kennen. Erstens zählt die Befragung Haushalte, nicht Personen; ein Paar mit 200.000 Euro gemeinsamen Vermögens ist ein Haushalt. Zweitens fehlen Ansprüche an die gesetzliche Rente, die gerade in Deutschland einen großen Teil der Altersvorsorge ausmachen. Drittens sind die Zahlen von 2023; bis zur nächsten Welle 2026 verschiebt sich die Verteilung leicht.
Zwei Beispiele
Lisa, 29, zur Miete, 18.000 Euro im Depot, 3.000 Euro Kreditrest. Nettovermögen 15.000 Euro, das sind knapp 27 Prozent. Klingt ernüchternd? Ist es nicht: Mehr als jeder vierte Haushalt besitzt weniger, und mit 29 liegt der größte Vermögensaufbau statistisch noch vor ihr.
Familie Berger, Anfang 50, abbezahltes Reihenhaus (380.000 Euro), 70.000 Euro Erspartes. Nettovermögen 450.000 Euro, Perzentil 78. Das obere Fünftel beginnt erst bei 473.500 Euro, aber viel fehlt nicht mehr, auch wenn sich das Konto nie danach angefühlt hat. Immobilien sind in Deutschland der häufigste Weg dorthin.
Was die Zahl bedeutet und was nicht
Das Perzentil beschreibt deine Position, nicht deinen Wert als Mensch und auch nicht deine Zukunft. Ein niedriger Wert mit 25 ist normal; Vermögen ist in Deutschland stark eine Frage des Alters und der Erbschaften. Nützlich ist die Zahl als Standortbestimmung: Sie ersetzt Gefühl durch Daten, und sie zeigt, dass der oft zitierte Durchschnitt ein schlechter Maßstab ist.
Häufige Fragen
Wie viel Vermögen hat der durchschnittliche Deutsche?
Der Durchschnitt der Haushalte liegt bei 324.800 Euro, der Median bei 103.200 Euro (PHF 2023). Der Median ist die ehrlichere Zahl: Er markiert die exakte Mitte, während der Durchschnitt von wenigen sehr großen Vermögen gezogen wird.
Ab wann gehört man zu den oberen 10 Prozent?
Ab 779.500 Euro Nettovermögen je Haushalt gehörte man 2023 zu den oberen 10 Prozent. Für die oberen 5 Prozent brauchte es 1.227.900 Euro.
Zählt die eigene Immobilie zum Vermögen?
Ja, mit ihrem Marktwert abzüglich der Restschuld. Ein Haus mit 400.000 Euro Wert und 250.000 Euro Restkredit trägt 150.000 Euro zum Nettovermögen bei. Deshalb springen viele Haushalte mit der letzten Kreditrate spürbar in der Verteilung.
Warum wird mit Haushalten und nicht mit Personen verglichen?
Weil die Bundesbank so erhebt: Vermögen wie Immobilien oder gemeinsame Konten lassen sich innerhalb eines Haushalts kaum sauber aufteilen. Für Alleinlebende ist der Vergleich dadurch etwas streng, für Paare etwas mild.
Wie aktuell sind die Daten?
Sie stammen aus der Befragung 2023, veröffentlicht im April 2025. Es sind die neuesten verfügbaren Zahlen dieser Art; die nächste Welle erhebt die Bundesbank 2026. Sobald sie erscheint, aktualisieren wir das Tool und vermerken es im Änderungsprotokoll.
Quelle
Abgerufen am 23. August 2026. Deutsche Bundesbank: Vermögen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland, Ergebnisse der Vermögensbefragung 2023. Monatsbericht April 2025, veröffentlicht am 10. April 2025, samt Tabellenanhang. Perzentilwerte wie dort ausgewiesen.
Änderungsprotokoll
Version 1.0.0 vom 23. August 2026: Erstveröffentlichung. Alle Quellen abgerufen am 23. August 2026. Prüfläufe und Quellen-Hashes im öffentlichen Verifikations-Ledger des Projekts.
Wild Garden Editorial Team · Zuletzt geprüft am 23. August 2026 · Einordnung gegen eine unabhängige Referenzimplementierung getestet (2.026 Testfälle, 0 Abweichungen). Unsere redaktionellen Standards · Fehler gefunden? redaktion@wildgarden.io
Dieses Tool ist eine statistische Einordnung, keine Anlageberatung.
Weiter im Garten
Alle Rechner findest du unter Tools. Wenn die Standortbestimmung Lust auf mehr macht: Investieren für Anfänger erklärt die ersten Schritte, und das Lebensrad zeigt, ob Finanzen überhaupt dein wichtigster Hebel sind. Der Kalorienrechner kümmert sich um das andere große Konto.
