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Welche Jobs werden durch KI ersetzt?

Eine Frau im blauen Pullover arbeitet zu Hause am Laptop, von hinten gesehen.
KI ersetzt selten ganze Berufe, sie übernimmt Tätigkeiten. Das IAB zählt, wie viele davon die Technik von 2022 übernehmen könnte, jede Technik, nicht nur KI. Bei Buchhaltung (Niveau Spezialist) sind es 91,7 Prozent, bei Sozialarbeit 21,7. Und bei deinem Beruf?

Karriere-Röntgen · Daten von IAB und BA

Wie viel der Kerntätigkeiten Computer übernehmen könnten, nach Berufssegment

Anteile des IAB für alle 14 Berufssegmente: welcher Teil der Kerntätigkeiten mit der Technik von 2022 vollautomatisch erledigt werden könnte, jede Technik, nicht nur KI. Je Segment ein Durchschnitt über viele Berufe. Zum Sortieren einen Spaltenkopf wählen.

Direkt zu deinem Beruf

Fertigungs­berufe87,9 %hoch
Fertigungs­technische Berufe74,8 %hoch
Berufe in Unternehmens­führung und ‑organisation68,0 %mittel
Unternehmens­bezogene Dienstleistungs­berufe66,5 %mittel
Handels­berufe65,9 %mittel
Verkehrs- und Logistik­berufe61,2 %mittel
IT- und natur­wissenschaft­liche Dienstleistungs­berufe52,5 %mittel
Land-, Forst- und Gartenbau­berufe50,3 %mittel
Lebens­mittel- und Gastgewerbe­berufe49,5 %mittel
Reinigungs­berufe45,4 %mittel
Bau- und Ausbau­berufe42,5 %mittel
Sicherheits­berufe42,5 %mittel
Medizinische und nicht medizinische Gesundheits­berufe26,5 %niedrig
Soziale und kulturelle Dienstleistungs­berufe13,5 %niedrig

Einstufung nach den Schwellen, die das IAB für einzelne Berufe festlegt, hier auf Durchschnitte angewandt: niedrig, wenn der Anteil „bei höchstens 30 Prozent liegt“; mittel, wenn er „zwischen 30 und höchstens 70 Prozent liegt“; hoch, wenn er „mehr als 70 Prozent beträgt“. Quelle: Grienberger, Matthes, Paulus (2024), IAB-Kurzbericht 05/2024, Abbildung A2, © IAB, Lizenz CC BY-SA 4.0. Bearbeitung durch uns: Werte 2022 übernommen, sortierbar gemacht, Einstufung ergänzt; diese Tabelle steht ebenfalls unter CC BY-SA 4.0.

Und dein Beruf? Schlag den Wert deiner Berufsgattung nach

Beispiel, bis du deinen Beruf wählst: Kaufmann/-frau - Büromanagement

Berufs­gattung des Beispiels: Büro- und Sekretariats­kräfte (ohne Spezialisierung)

Anforderungs­niveau: Fachkraft

82,5 %

der Kern­tätigkeiten in dieser Berufs­gattung könnten Computer oder computergesteuerte Maschinen vollautomatisch erledigen, jede Technik gezählt, nicht nur KI; Stand der Technik 2022 (nach unserer Prüfung). Der Wert gilt für die Berufs­gattung als Ganzes, nicht für einen einzelnen Beruf.

Einstufung nach den Schwellen des IAB (für Berufe definiert): hoch, ein Anteil, der „mehr als 70 Prozent beträgt“.

Berufs­gattung des Beispiels82,5 %
Durchschnitt aller Fachkraft­berufe61,6 %
Durchschnitt im Berufs­segment „Berufe in Unternehmens­führung und ‑organisation“68,0 %

Und jetzt? Wähl oben deinen Beruf. Im Job-Futuromat des IAB siehst du außerdem, welche Tätigkeiten deines genauen Berufs als automatisierbar gelten.

Werte des IAB; dass sie den Stand der Technik von 2022 zeigen, schließen wir aus der Methode der BA, ihre Tabelle nennt das Jahr nicht. Den Wert der Berufs­gattung weist die BA in ihrer Fachkräfte­engpass­analyse 2025 aus, unter der Bezeichnung „Büro- und Sekretariats­kräfte (o.S.)“. Abkürzung der BA: o.S. heißt „ohne Spezialisierung“. Schlüssel der Klassifikation der Berufe 2010: 71402. Diese Klassifikation der BA fasst Berufe mit ähnlichen Tätigkeiten zusammen; der Name einer Gruppe klingt deshalb nicht immer nach dem eigenen Beruf.

Gehalt zur Einordnung, kein Vergleichswert für dich. Das ist der Median der ganzen Berufs­gruppe „Büro und Sekretariat“ in Deutschland: Vollzeit­beschäftigte aller Berufe und Anforderungs­niveaus dieser Gruppe verdienen dort im Median 4.037 € brutto im Monat; die eine Hälfte mehr, die andere weniger. Auf dem Anforderungs­niveau des Beispiels (Fachkraft) liegt der Median über alle Berufe in Deutschland bei 3.909 €, über alle Berufe und Niveaus bei 4.217 €. Beamtinnen und Beamte zählt diese Statistik nicht: Sie erfasst nur sozial­versicherungs­pflichtig Beschäftigte.

Stichtag 31.12.2025. Gezählt sind 1.042.005 sozial­versicherungs­pflichtig Vollzeit­beschäftigte der Kerngruppe mit Angabe zum Entgelt, Entgelte bis zur Beitrags­bemessungs­grenze; Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen (auf ganze Euro gerundet).

Ein Potenzial, keine Prognose über deinen Arbeitsplatz. Die Daten beschreiben Tätigkeiten, die Technik zum Zeitpunkt der Erhebung hätte übernehmen können, nicht, was dein Arbeitgeber tun wird.

Deine Auswahl bleibt in deinem Browser. Wir sehen nichts davon.

Eine Kalenderdatei mit einem Termin in 90 Tagen: Dann lohnt ein Blick auf dein eigenes Tätigkeitsprofil im Job-Futuromat des IAB. Im Kalender steht der Termin erst, wenn du die Datei öffnest.

Ein Bild mit dem Wert von oben, erstellt auf deinem Gerät.

Was die Daten zeigen: Tätigkeiten, nicht ganze Berufe

Ganze Berufe übernimmt KI nur selten. Messen lässt sich etwas anderes: welcher Anteil der Kerntätigkeiten eines Berufs mit der Technik von 2022 von Computern oder computer­gesteuerten Maschinen vollautomatisch erledigt werden könnte. Gezählt wird dabei jede Technik, nicht nur KI. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nennt das Substituier­barkeits­potenzial. Am höchsten ist es in den Segmenten „Fertigungsberufe“ (87,9 Prozent) und „Fertigungs­technische Berufe“ (74,8 Prozent), am niedrigsten bei „Soziale und kulturelle Dienstleistungs­berufe“ (13,5 Prozent) und „Medizinische und nicht medizinische Gesundheits­berufe“ (26,5 Prozent).

Im Jahr 2022 arbeiteten 38 Prozent der sozial­versicherungs­pflichtig Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituier­barkeits­potenzial, 13,03 Millionen Menschen; 2019 waren es 34 Prozent. Hoch heißt in dieser Zählung des IAB: „über 70 %“ der Kerntätigkeiten.

Was sich seit 2019 verändert hat, beschreibt das IAB so: „Seit 2019 haben sich vor allem durch generative KI neue technologische Potenziale ergeben.“ Wo sie am stärksten gestiegen sind, sagt es auch: „Am stärksten gestiegen sind sie allerdings in den IT- und natur­wissenschaft­lichen Dienstleistungs­berufen, deren Tätigkeiten bisher wenig substituierbar waren.“ In einzelnen Berufen wie Software­entwickler*in oder Medien-Informatiker*in stieg der Wert nach dem Bericht um etwa 30 Prozentpunkte; ganz automatisieren ließ sich keiner dieser Berufe. Nach Anforderungs­niveau stieg der Wert am stärksten in der Gruppe „Expertenberufe“, um 9,7 Prozentpunkte auf 35,8 Prozent.

Ein hoher Wert heißt nicht, dass ein Beruf verschwindet. Das IAB schreibt: „Bei dieser Einschätzung geht es ausschließlich um die technische Machbarkeit. Wenn eine Tätigkeit als substituierbar eingestuft wird, heißt das nicht, dass sie tatsächlich in den nächsten Jahren ersetzt wird.“ Folgenlos ist ein hoher Wert aber auch nicht: „Wir wissen, dass die Substituier­barkeits­potenziale bislang eng mit der zukünftigen Beschäftigungs­entwicklung zusammenhängen: Je höher das Substituier­barkeits­potenzial in einem Beruf ist, desto weniger stark wächst die Beschäftigung im Durchschnitt in diesem Beruf (Dengler/Matthes 2018; Dengler et al. 2020).“ Ob das so bleibt, lässt das IAB offen.

Für 48 der 1.146 Berufsgattungen in der BA-Tabelle steht der Wert bei 100 Prozent, für 45 bei 0 Prozent. 100 Prozent heißt: Für jede Kerntätigkeit dieser Gattung gab es 2022 eine Technik, die sie vollautomatisch erledigen könnte. Das widerspricht dem IAB nicht, wenn es schreibt, dass es fast keine Berufe gibt, die durch generative KI vollständig ersetzt werden könnten: Jener Satz gilt der generativen KI allein, dieser Wert zählt jede Technik, und technisch machbar heißt nicht, dass es geschieht. 0 Prozent heißt umgekehrt nicht, dass ein Beruf unberührt bleibt; es beschreibt den Stand von 2022.

Die 15 größten Berufsgattungen mit eigenem IAB-Wert

Welche Jobs betrifft das konkret? Die Tabelle zeigt die 15 Berufsgattungen mit den meisten Beschäftigten, für die die Bundesagentur für Arbeit (BA) einen Wert des IAB ausweist, unter ihrer Bezeichnung in der Klassifikation der Berufe 2010. Die Auswahl nach Größe ist unsere. Helferberufe und Pflegeberufe fehlen, weil die Tabelle für sie keine Werte je Berufsgattung ausweist; unter den Pflegeberufen wären einige der größten.

Die 15 Berufsgattungen mit den meisten Beschäftigten und eigenem IAB-Wert

Berufe in der BuchhaltungSpezialist249.31591,7 %hoch
Büro- und Sekretariats­kräfte (ohne Spezialisierung)Fachkraft1.615.09782,5 %hoch
Berufe in der LagerwirtschaftFachkraft436.54681,3 %hoch
BankkaufleuteFachkraft381.85879,1 %hoch
Berufe in der kaufmännischen und technischen Betriebs­wirtschaft (ohne Spezialisierung)Fachkraft773.55179,0 %hoch
Berufe in der Kraftfahrzeug­technikFachkraft284.61670,9 %hoch
Berufe in der öffentlichen Verwaltung (ohne Spezialisierung)Fachkraft461.59069,7 %mittel
Berufe im Verkauf (ohne Produkt­spezialisierung)Fachkraft850.24467,8 %mittel
Berufe in der Gebäudetechnik (ohne Spezialisierung)Fachkraft268.54862,9 %mittel
Medizinische Fachangestellte (ohne Spezialisierung)Fachkraft383.75662,8 %mittel
Berufe im Vertrieb (außer Informations- und Kommunikations­technologien)Spezialist274.07549,2 %mittel
Aufsichts- und Führungskräfte - Unternehmens­organisation und ‑strategieSpezialist351.54547,6 %mittel
Berufs­kraftfahrer/innen (Güterverkehr/LKW)Fachkraft525.10036,1 %mittel
Berufe in der Sozial­arbeit und Sozial­pädagogikExperte308.37021,7 %niedrig
Berufe in der Hochschullehre und ‑forschungExperte260.87712,5 %niedrig

Beschäftigte: „sozial­versicherungs­pflichtig Beschäftigte; ohne Arbeitnehmer­überlassung und Azubis (Juni 2025)“. Bezeichnungen: die Langform der Klassifikation der Berufe 2010; die BA-Tabelle kürzt sie auf höchstens 40 Zeichen. Einstufung nach den Schwellen des IAB. Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Fachkräfte­engpass­analyse 2025, mit Werten des IAB; eigene Auswahl und Rundung.

Was dein Ergebnis bedeutet

Die große Zahl ist der Wert deiner Berufsgattung: der Anteil der Kerntätigkeiten, die Computer oder computer­gesteuerte Maschinen mit der Technik von 2022 vollautomatisch erledigen könnten, ein Wert für die ganze Gattung. Dein genauer Beruf kann darüber oder darunter liegen; das IAB rät selbst, einzelne Berufe getrennt zu betrachten. Den Wert für deinen genauen Beruf zeigt der Job-Futuromat des IAB.

Kerntätigkeiten zählen dabei gleich viel, egal wie viel Zeit sie im Alltag kosten. Das IAB begründet das so: „Weil uns keine Informationen darüber vorliegen, wie viel Zeit in einem Beruf typischerweise für die Erledigung einer Tätigkeit aufgewendet wird, gehen wir davon aus, dass jede Kerntätigkeit mit gleichem zeitlichen Umfang erledigt wird.“ Die Zahl ist also kein Anteil deiner Arbeitszeit.

Für 1.146 Berufsgattungen nennt die BA-Tabelle einen eigenen Wert. Für alle anderen, darunter alle Helferberufe, die Pflegeberufe und die Kinderbetreuung, steht beim Ergebnis keine große Zahl, sondern der Hinweis, dass es hier keinen eigenen Wert gibt. Zur Einordnung zeigt das Tool dann die Durchschnitte deines Anforderungs­niveaus und deines Berufssegments; sie gelten für viele Berufe zusammen.

Das Gehalt steht nur zur Einordnung da: der Median der Berufsgruppe der BA in dem Gebiet, das du wählst, für Voll­zeit­beschäftigte und über alle Anforderungs­niveaus dieser Gruppe zusammen, daneben der Median deines Anforderungs­niveaus über alle Berufe. Es ist kein Urteil über dein Gehalt; das hängt an mehr, etwa an Erfahrung, Betrieb und Branche.

So funktioniert die Berechnung

Das IAB definiert: „Das Substituier­barkeits­potenzial sagt etwas darüber aus, wie hoch der Anteil an Kerntätigkeiten in einem Beruf ist, der potenziell durch den Einsatz der jeweils verfügbaren Computer oder computer­gesteuerte Maschinen vollautomatisch erledigt werden könnte.“ Zur Methode schreibt es: „Drei Codiererinnen recherchieren unabhängig voneinander für jede der mehr als 9.000 Tätigkeiten, ob es eine computer­gesteuerte Maschine oder einen Computer­algorithmus gibt, der diese Tätigkeit vollumfänglich automatisch ausführen könnte.“ Der Wert eines Berufs ist die Zahl der substituierbaren Kerntätigkeiten geteilt durch alle seine Kerntätigkeiten; so ermittelt das IAB ihn für die etwa 4.600 in Deutschland bekannten Berufe. Es bestimmt die Werte alle drei Jahre neu, zuletzt für 2022, und sagt im Mai 2026: „Momentan sind wir dabei, die Potenziale für das Jahr 2025 zu berechnen.“

Eine offene Tabelle mit Werten je Berufsgattung haben wir beim IAB nicht gefunden. Die BA nutzt diese Werte in ihrer Fachkräfte­engpass­analyse als einen von vier Risiko­indikatoren. Im Methodenbericht zur Engpassanalyse von 2020 schreibt die BA: „Verwendet wird in der Engpassanalyse jeweils der letzte vom IAB veröffentlichte Stand.“ Daraus übernimmt das Tool die Werte für 1.146 Berufsgattungen und rundet sie auf eine Nachkommastelle.

Dass es der Stand von 2022 ist, schließen wir aus dieser Regel und aus einer Gegenprobe über alle drei Anforderungs­niveaus, die die Tabelle abdeckt; die Tabelle selbst nennt das Jahr nicht. Gewichtet mit ihren Beschäftigten liegen die Fachkraftberufe bei 66,3, die Spezialisten­berufe bei 53,3 und die Expertenberufe bei 35,7 Prozent. Das IAB nennt für 2022 61,6, 49,7 und 35,8 Prozent, für 2019 58,1, 44,6 und 26,1 Prozent. Alle drei liegen näher am Stand 2022 als an 2019; Fachkraft und Spezialist liegen aber deutlich über beiden Werten, denn die Tabelle deckt nicht alle Berufe ab und gewichtet mit den Beschäftigten von 2025. Die Gegenprobe stützt die Lesart deshalb nur, sie beweist sie nicht. Ebenso ist der Wert einer Berufsgattung ein Wert für mehrere Berufe; wie die BA oder das IAB ihn aus den einzelnen Berufen bildet, ist nicht veröffentlicht.

Die Einstufung folgt dem Satz, mit dem das IAB sie für Berufe festlegt: „Dabei gilt das Substituier­barkeits­potenzial als niedrig, wenn der Anteil an Tätigkeiten, der durch Computer oder computer­gesteuerte Maschinen erledigt werden könnte, bei höchstens 30 Prozent liegt; mittel, wenn dieser Anteil zwischen 30 und höchstens 70 Prozent liegt; und hoch, wenn es mehr als 70 Prozent beträgt.“ An anderer Stelle schreibt der Bericht „mindestens 70 Prozent“. Ein Wert von genau 70 Prozent gilt hier deshalb als mittel, wie im festlegenden Satz. Für Segmente und Anforderungs­niveaus wenden wir dieselben Schwellen auf Durchschnitte an; das IAB selbst stuft diese Durchschnitte nicht ein.

Die Suche kennt die 18.867 Berufs­bezeichnungen aus dem Verzeichnis der BA zur Klassifikation der Berufe 2010 und ordnet jede ihrer Berufsgattung zu; auch der fünfstellige Schlüssel einer Berufsgattung findet sie. Gängige Abkürzungen und Alltagswörter wie MFA, HR oder Kundenservice haben wir selbst auf Bezeichnungen dieses Verzeichnisses gelegt. Zusätze aus Stellenanzeigen wie (m/w/d), Junior, Vollzeit oder Schichtdienst lässt die Suche weg. Enthält keine Bezeichnung alle Wörter, versucht sie es zuerst so, wie das Verzeichnis schreibt (etwa „Teamleiter Lager“ als Lagerleiter, „Accountant“ als Buchhalter), dann ohne das allgemeinste Wort, etwa ohne „Sachbearbeiter“, und sagt das. Wörter wie Leitung oder Helfer stellen Führungs- oder Helferberufe nach vorn. Sonst steht bei gleich guten Treffern die Berufsgattung mit mehr Beschäftigten vorn.

Das Gehalt stammt aus der Entgeltstatistik der BA zum Stichtag 31.12.2025. Zum Median schreibt die BA: „Er teilt die Entgelte in zwei Hälften: Eine Hälfte der Beschäftigten erzielt ein Entgelt unter dem Medianwert, das Entgelt der anderen Hälfte liegt über dem Median.“ Gezählt sind Voll­zeit­beschäftigte der Kerngruppe. Zur Obergrenze schreibt die BA: „Das sozial­versicherungs­pflichtige Brutto­monats­entgelt ist von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern nur bis zur Beitrags­bemessungs­grenze der Renten­versicherung zu melden.“ Das Tool nimmt die genaueste Berufsgruppe, die die Tabelle für deinen Beruf enthält. Weist die BA sie in deinem Gebiet nicht aus, weil weniger als 500 Beschäftigte eine Entgeltangabe haben, nimmt es die nächstgröbere im selben Gebiet. Ostdeutschland umfasst in den Tabellen der BA auch Berlin.

Die Anforderungs­niveaus im Überblick

Substituier­barkeits­potenzial nach Anforderungs­niveau (IAB, Abbildung A1)

Anforderungs­niveauAnteil 2022Veränderung 2019 bis 2022Einstufung
Helferberufe57,1 %−1,8 Prozentpunktemittel
Fachkraftberufe61,6 %+3,5 Prozentpunktemittel
Spezialisten­berufe49,7 %+5,1 Prozentpunktemittel
Expertenberufe35,8 %+9,7 Prozentpunktemittel

Das IAB unterscheidet: „Dabei wird unterschieden zwischen Helferberufen, für die in der Regel keine berufliche Ausbildung erforderlich ist; Fachkraftberufen, für die der Abschluss einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung typisch ist; Spezialisten­berufen, für die in der Regel ein Meister-, Techniker-, Fachwirt- oder Bachelor­abschluss vorausgesetzt wird; und Expertenberufen, für die meistens der Abschluss eines mindestens vierjährigen Hochschul­studiums Zugangs­voraussetzung ist.“ Den Rückgang bei den Helferberufen ordnet es selbst ein: Rechnet man die Überarbeitung der Klassifikation heraus, ist der Wert dort in etwa gleich geblieben. Quelle: IAB-Kurzbericht 05/2024, Abbildung A1, © IAB.

Zwei Beispiele

Beispiel 1: Buchhalterin in Nordrhein-Westfalen. „Buchhalter/in“ gehört zur Berufsgattung „Berufe in der Buchhaltung“ auf dem Anforderungs­niveau „Spezialisten­berufe“. Für sie nennt die BA-Tabelle 91,7 Prozent, Einstufung hoch, als Wert für die ganze Gattung; der Durchschnitt aller Spezialisten­berufe liegt bei 49,7 Prozent. Voll­zeit­beschäftigte der Berufsgruppe „Rechnungswesen, Controlling und Revision“ verdienen in Nordrhein-Westfalen im Median 5.392 € brutto im Monat, über alle Anforderungs­niveaus dieser Gruppe zusammen; auf dem Niveau Spezialist über alle Berufe 5.166 €. Die Zahl sagt, welcher Teil der Kerntätigkeiten technisch automatisierbar wäre, nicht, was aus der einzelnen Stelle wird.

Beispiel 2: Pflegefachmann in Berlin. Für „Pflegefachmann/-frau (Gesundheits- und Krankenpflege)“ gibt es hier keinen eigenen Wert: Pflegeberufe führt die BA-Tabelle nur als Sammelposten, dessen Wert wir nicht prüfen können. Zur Einordnung zeigt das Tool den Durchschnitt des Berufssegments „Medizinische und nicht medizinische Gesundheits­berufe“, 26,5 Prozent, und den aller Fachkraftberufe, 61,6 Prozent; beide gelten für viele Berufe zusammen. Den Wert für den genauen Beruf zeigt der Job-Futuromat. Das Gehalt der Berufsgruppe „Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst und Geburtshilfe“ liegt in Berlin im Median bei 4.406 €, mit dem Hinweis der BA, Kranken- und Altenpflege seit 2020 nur zusammen zu betrachten.

Was die Zahlen nicht sagen

Sie sagen nichts über die Zeit nach 2022. Was generative KI seither dazugelernt hat, ist darin nicht enthalten, und das IAB schreibt selbst: „Derzeit ist es noch sehr schwer abschätzbar, wo diese ‚Großen Sprachmodelle‘ in der Arbeitswelt ihre Spuren hinterlassen werden.“ Sie sagen nichts über deine Stelle: Der Wert gilt für eine ganze Berufsgattung, und wie viel deiner Zeit in Tätigkeiten steckt, die Maschinen übernehmen könnten, zeigt nur ein Blick auf deine eigenen Aufgaben. Und sie sagen nicht, was geschieht: Was technisch machbar ist, geschieht nicht von selbst. Das IAB: „Hinzu kommt, dass Substituier­barkeits­potenziale keineswegs immer und vor allem nicht sofort ausgeschöpft werden.“

Häufige Fragen

Welche Jobs werden durch KI ersetzt?

Ganze Jobs selten, einzelne Tätigkeiten oft. Das IAB misst, welcher Anteil der Kerntätigkeiten eines Berufs mit der Technik von 2022 vollautomatisch erledigt werden könnte. Es zählt dabei jede Technik, Computer und computer­gesteuerte Maschinen, nicht nur KI. Am höchsten liegt der Anteil in den Segmenten „Fertigungsberufe“ (87,9 Prozent) und „Fertigungs­technische Berufe“ (74,8 Prozent). Unter den großen Berufsgattungen stehen die Berufe in der Buchhaltung auf dem Niveau Spezialist (91,7 Prozent) und die Büro- und Sekretariats­kräfte auf dem Niveau Fachkraft (82,5 Prozent) weit oben. Seit 2019 sind die Potenziale vor allem durch generative KI gestiegen. Das IAB: „Am stärksten gestiegen sind sie […] in den IT- und natur­wissenschaft­lichen Dienstleistungs­berufen, deren Tätigkeiten bisher wenig substituierbar waren.“ Für 48 Berufsgattungen steht in der BA-Tabelle sogar 100 Prozent. Dass diese Berufe wegfallen, folgt daraus nicht; für generative KI allein hält das IAB fest, „dass es momentan fast keine Berufe gibt, die dadurch vollständig substituiert werden könnten.“

Welche Jobs werden durch KI nicht ersetzt?

Das kann keine Statistik versprechen. Am wenigsten Kerntätigkeiten ließen sich mit der Technik von 2022 in den Segmenten „Soziale und kulturelle Dienstleistungs­berufe“ (13,5 Prozent) und „Medizinische und nicht medizinische Gesundheits­berufe“ (26,5 Prozent) automatisieren, unter den großen Berufsgattungen in der Hochschullehre und -forschung (12,5 Prozent) und in der Sozialarbeit (21,7 Prozent). Den niedrigen Wert der sozialen und kulturellen Dienstleistungs­berufe erklärt das IAB mit ihrer Zusammensetzung: „Dennoch hat sich am Substituier­barkeits­potenzial in den Sozialen und kulturellen Dienstleistungs­berufen nur wenig getan, weil der Großteil der Beschäftigten in diesem Berufssegment im Bereich Bildung, Erziehung und Sozialwesen arbeitet, wo es häufig ein niedriges Substituier­barkeits­potenzial gibt.“ Ein niedriger Wert beschreibt den Stand von 2022; er ist kein Versprechen für später.

Wird mein Job durch KI ersetzt?

Das kann dir kein Rechner sagen, auch dieser nicht. Er zeigt, welcher Anteil der Kerntätigkeiten deiner Berufsgattung technisch automatisierbar wäre, als Wert für die ganze Gattung, und stellt ihn neben dein Anforderungs­niveau und dein Berufssegment. Den Wert für deinen genauen Beruf zeigt der Job-Futuromat des IAB. Ob Tätigkeiten wirklich ersetzt werden, hängt an mehr. Das IAB schreibt: „Sofern menschliche Arbeit wirtschaftlicher, flexibler oder von besserer Qualität ist oder rechtliche oder ethische Hürden einem Einsatz solcher Technologien entgegenstehen, werden substituierbare Tätigkeiten eher nicht ersetzt.“

Heißt ein hoher Wert, dass mein Beruf verschwindet?

Nicht unbedingt. Der Job-Futuromat des IAB sagt: „Eine hohe Automati­sierbarkeit ist kein Anzeichen dafür, dass der Beruf bald nicht mehr existiert.“ Ernst nehmen solltest du einen hohen Wert trotzdem, denn das IAB schreibt auch: „Wir wissen, dass die Substituier­barkeits­potenziale bislang eng mit der zukünftigen Beschäftigungs­entwicklung zusammenhängen: Je höher das Substituier­barkeits­potenzial in einem Beruf ist, desto weniger stark wächst die Beschäftigung im Durchschnitt in diesem Beruf (Dengler/Matthes 2018; Dengler et al. 2020).“ Und: „Ob dieser Zusammenhang weiterhin gilt, muss jedoch weiteren Analysen vorbehalten bleiben.“

Was ist das Substituier­barkeits­potenzial?

Die Definition des IAB: „Das Substituier­barkeits­potenzial sagt etwas darüber aus, wie hoch der Anteil an Kerntätigkeiten in einem Beruf ist, der potenziell durch den Einsatz der jeweils verfügbaren Computer oder computer­gesteuerte Maschinen vollautomatisch erledigt werden könnte.“ Jede Kerntätigkeit zählt dabei gleich viel, unabhängig davon, wie viel Zeit sie im Alltag kostet. Der Wert ist deshalb kein Anteil deiner Arbeitszeit.

Wo finde ich den Wert für meinen genauen Beruf?

Im Job-Futuromat des IAB. Das IAB rät selbst dazu: „Außerdem ist es besser, die Substituier­barkeits­potenziale in den einzelnen Berufen separat zu betrachten, denn häufig verschwinden die Unterschiede zwischen den Einzelberufen, wenn man sie zusammenfasst.“ Dieses Tool zeigt den Wert der Berufsgattung, wie ihn die Bundesagentur für Arbeit ausweist, also einen Wert für mehrere Berufe zusammen. Für Helferberufe, Pflegeberufe und die Kinderbetreuung gibt es dort keinen eigenen Wert.

Wie aktuell sind die Werte?

Die Werte des IAB beschreiben die technischen Möglichkeiten des Jahres 2022, veröffentlicht im IAB-Kurzbericht 05/2024. Die Werte je Berufsgattung stammen aus der Fachkräfte­engpass­analyse 2025 der BA vom Mai 2026; dass auch sie den Stand von 2022 zeigen, schließen wir aus der Methode der BA und einer Gegenprobe, die Tabelle selbst nennt das Jahr nicht. Die Gehälter stammen aus der Entgeltstatistik zum Stichtag 31.12.2025. Was generative KI seither dazugelernt hat, ist darin nicht enthalten. Das IAB berechnet gerade die Werte für 2025 (IAB-Forum, Mai 2026); für Steuer­fach­angestellte hat es seine Einschätzung schon aktualisiert: Stand 2025 sind es 50 Prozent (Job-Futuromat), die BA-Tabelle zeigt für ihre Berufsgattung noch den Stand 2022.

Was kann ich mit dem Ergebnis anfangen?

Nimm es als Anlass, auf deine eigenen Tätigkeiten zu schauen, nicht als Urteil über dich. Welche davon könnten nach der Definition des IAB Computer vollautomatisch erledigen, welche brauchen dein Urteil, deinen Kontakt zu Menschen, deine Erfahrung? Was zur zweiten Gruppe gehört, kannst du gezielt ausbauen. Das kostet Zeit und Übung, und es ist der Teil, den du selbst in der Hand hast.

Datenschutz

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Quellen und Lizenzen

Alle Quellen abgerufen vom 21. bis 25. Oktober 2026 und als Archivkopien im Projekt gesichert.

  • Grienberger, Katharina; Matthes, Britta; Paulus, Wiebke (2024): Folgen des technologischen Wandels für den Arbeitsmarkt: Vor allem Hoch­qualifizierte bekommen die Digitalisierung verstärkt zu spüren. IAB-Kurzbericht 05/2024, Nürnberg. DOI 10.48720/IAB.KB.2405. © IAB. Lizenz: CC BY-SA 4.0. Bearbeitung durch Wild Garden: Die Tabelle der Berufssegmente übernimmt die Werte 2022 aus Abbildung A2 (dort: „Quelle: Dengler/Matthes (2015, 2018, 2021), eigene Berechnungen für 2022. © IAB“), ordnet sie sortierbar an und ergänzt die Einstufung nach den Schwellen des Berichts; die Tabelle der Anforderungs­niveaus übernimmt Abbildung A1 ebenso. Beide stehen unter derselben Lizenz, CC BY-SA 4.0.
  • IAB: Job-Futuromat, FAQ, job-futuromat.iab.de/faq.html (zitiert).
  • Statistik der Bundesagentur für Arbeit (2026): Fachkräfte­engpass­analyse 2025, Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt, Nürnberg, Mai 2026. Abrufbar im Internet. URL: statistik.arbeitsagentur.de, Stand: 21.10.2026 (Werte je Berufsgattung, Bezeichnungen, Beschäftigte).
  • Statistik der Bundesagentur für Arbeit (2020): Methodenbericht, Engpassanalyse, Methodische Weiter­entwicklung, Grundlagen: Methodenbericht, Nürnberg, April 2020. Abrufbar im Internet. URL: statistik.arbeitsagentur.de, Stand: 21.10.2026 (zitiert).
  • Statistik der Bundesagentur für Arbeit (2026): Sozial­versicherungs­pflichtige Brutto­monats­entgelte (Jahreszahlen), Deutschland, West/Ost, Länder und Kreise, Stichtag 31.12.2025, Tabellen, Nürnberg. Abrufbar im Internet. URL: statistik.arbeitsagentur.de, Stand: 21.10.2026. Genutzt: Tabellen 8.1 und 8.4; eigene Berechnungen (Rundung auf ganze Euro).
  • Statistik der Bundesagentur für Arbeit: Klassifikation der Berufe 2010, überarbeitete Fassung 2020, Grundlagen: Systematiken, Nürnberg. Abrufbar im Internet. Genutzt: alphabetisches Verzeichnis der Berufs­benennungen (für die Suche), systematisches Verzeichnis (für die Langbe­zeichnungen der Berufsgruppen und die Abkürzungen o.S. und s.s.T.) sowie Berufssektoren und Berufssegmente (für die Zuordnung), Stand: 21.10.2026.
  • Keitel, Christiane (2026): „Es geht nicht darum, was KI uns wegnehmen könnte, sondern welche Chancen entstehen“, Interview mit Britta Matthes und Katharina Grienberger, IAB-Forum, 11. Mai 2026. DOI 10.48720/IAB.FOO.20260511.01. Lizenz: CC BY-SA 4.0 (zitiert).
  • IAB: Job-Futuromat, Beruf Steuer­fach­angestellte/r, Substituier­barkeits­potenzial je Jahr, abgefragt über die Daten­schnitts­telle des Online-Tools (job-futuromat.iab.de), Stand: 25.10.2026 (ein Wert mit Jahr zitiert).
  • Quelle der BA-Daten: © Statistik der Bundesagentur für Arbeit, statistik.arbeitsagentur.de.
  • Die englische Fassung dieser Seite nutzt einen anderen Index, den der Internationalen Arbeits­organisation: Gmyrek, P. u. a. (2025): Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure. ILO Working Paper 140, Genf: International Labour Office. © ILO. Lizenz: CC BY 4.0. Diese deutsche Seite gibt keine Werte daraus wieder.

Veröffentlicht am 25. Oktober 2026

Das Substituierbarkeitspotenzial beschreibt technische Machbarkeit (Stand der Technik 2022), keine Prognose von Arbeitsplatzverlusten. Der IAB-Wert zählt Kerntätigkeiten, nicht Arbeitszeit; er ist kein Anteil deiner Arbeitszeit. Gehaltsangaben: Median der Berufsgruppe, Vollzeit, brutto, Stichtag 31.12.2025, Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; nur zur Einordnung. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle medizinische, rechtliche, steuerliche oder finanzielle Beratung.

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